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2006 Teil 13: Margarita bis Bonaire

Wieder allein an Bord...

Sonnenuntergang in Carenero Es ist immer wieder ein komisches Gefühl, wenn wir die Kinder an den Flughafen gefahren haben und dann alleine an Bord zurückkehren. In den ersten Tagen sitzen wir mehr oder weniger rum und wissen nicht, was wir machen sollen. Nicht dass wir nichts zu tun hätten, denn die UPPs wartet auf eine Großreinigung, die leeren Fächer wollen wieder durch einen Großeinkauf gefühlt werden und natürlich warten Emails auf ihre Antwort. Aber man hat zu all dem keine Lust, zumindest ich habe keine Lust und falle für 1 bis 2 Tage in ein Loch. 

So langsam komme ich dann wieder daraus, rufe über Skype meine Freunde an und probiere unsere neue Webcam aus. Nachdem ich dann den ein oder anderen nicht nur gehört, sondern auch gesehen habe, da auch sie ihre Webcam angeschlossen haben, geht es mir wieder gut! 

Super tolle Technik, plötzlich ist die Heimat ganz nah. Endlich sehe ich Julian und Simon, die Kinder von Petra und Frank. Ein stechender Schmerz geht durch Bernds Brust, als Frank ihm eine Weizenbierflasche vor die Webcam hält... Bernds Worte zu dieser Aktion: Frank, Du bist eine Schweinebacke! Tja, so nah kann ein Weizenbier sein, und doch so weit weg!

An dieser Stelle möchte ich mich bei all unseren Freunden und Bekannten entschuldigen, bei denen wir uns schon länger nicht gemeldet haben. Das heißt nicht, dass wir nicht an euch gedacht haben, im Gegenteil. Wir denken sehr oft an Euch und wissen, dass ihr Geburtstag habt oder auf unsere Email wartet.

Jedoch sind wir inzwischen auf einem Teil der Erde angelangt, wo wir leider nicht auf jeder Insel oder Bucht einen WiFi oder Internetanschluss finden. In den letzten Wochen war dies Mangelware. Selbst wenn wir dann endlich das Glück haben, online zu gehen, macht uns oft die Zeitverschiebung ein Strich durch die Rechnung, um Euch anzurufen. Wir hoffen, ihr habt dafür Verständnis!!!

4 Tage nach Abflug von Jo ist die UPPS zum ablegen bereit und wir verlassen Porlamar (Isla Margarita). Wir segeln durch die Nacht nach Carenero (Festland von Venezuela). Hier tanken wir 400 Liter Diesel, da der Dieseln dort nur 48 Bolivar kostet, das sind ca. 1,9 Eurocent pro Liter. Ein Traum! 

Jedoch wird dieser bald enden, denn die Regierung hat beschlossen, dass ausländische Yachten einen höheren Preis zahlen sollen. In Puerto del Cruz wurde dies bereits umgesetzt. 

Wir haben heute aber noch das Glück für 10 Euro letztendlich Wasser, 25 Liter Benzin und 400 Liter Diesel zu tanken und alle Tanks sind randvoll! So billig werden wir nie wieder tanken können!

Abends legen wir wieder ab und segeln weiter zu den westlichen Los Roques. Da wir bereits mit den Kindern diese Inselgruppe besucht hatten, wollen wir keine Zeit verschwenden, sondern lieber segeln wir schnell Richtung ABC Inseln, um die SY Lauan und Vonnie-T einzuholen. 

Zudem nimmt der Wind in der Nacht auf 25 Knoten zu, so dass unser geplanter Schnorcheltag am Außenriff ausfällt. Die Strömung ist zu gefährlich. Echt schade, aber guter Wind zum Segeln. Also weiter geht's. Wie sagen wir Segler: Pläne sind dafür da sie zu ändern!

Über die Aves-Inseln, auf denen tausende von Seevögeln leben, die beim Schwimmen ca. 30 cm über unsere Köpfe hinweg fliegen (dachten sie, wir wären Fische?), werden wir heute, am 31. August 2006, in Bonaire ankommen.

Bonaire soll ein Paradies für Taucher sein, wir planen eine längeren Aufenthalt zum Tauchen!

 
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