Nachdem wir aus Deutschland wieder in Neuseeland gelandet waren und nach zwei Tagen unseren Jetlag überwunden hatten, zogen wir in Auckland los, um ein Auto zu kaufen. Jeden Sonntagmorgen findet eine Autoauktion statt, wo wir dann auch fündig wurden. Wir kaufen einen alten Nissan Kombi für 1200 NZ Dollar mit einer Rückkaufgarantie zu 800 NZ Dollar. Perfekt!
Mit unserem Gepäck fahren wir Richtung UPPS und finden sie wohlbehalten in besten Zustand wieder. Vielen Dank an die Crew von Nuku’alofa, die sich um unser Schiff in unserer Abwesendheit gekümmert hat!
Dienstagmorgen stehen dann die Handwerker pünktlich um 8.00 Uhr am Schiff, um mit der Arbeit zu beginnen. Die ersten drei Tage verlaufen wie geplant, schnell sind die Davids, die Fok-Travelerschiene entfernt. Die Solarpanele kommen aufs Cockpitdach und dann stoppt alles.
Der Mitarbeiter des Schweißers wird krank und der vereinbarte Termin, um im Zelt die Streicharbeiten zu beginnen, wird abgesagt, da es Verspätung mit den Arbeiten am vorigen Schiff gibt. Neuer Termin soll der 2. März sein. Und nun?
Kurzum werfen wir unsere gemachten Pläne über den Haufen und beschließen, den gesamten Februar mit einer Rundreise auf der Südinsel zu verbringen. Es ist hier gerade Hochsommer und somit bietet sich die Planänderung sehr gut an. Die Koffer packen wir am gleichen Abend und am Mittwoch, dem 4. Feb fahren wir los.
Wir besuchen zunächst unsere amerikanischen Freunde vom Segelschiff O`Vive in Whangarei. Ihr Schiff ist bereits mit Dockwise auf den Weg zurück nach Florida und sie werden am 18. Feb. abfliegen. Wir verbringen zusammen einen letzten schönen gemeinsamen Tag.
Am Donnerstag, den 5. Feb. starten wir Richtung Süden. Hier eine Übersicht des ersten Teils unserer Reise:
5.2.: Fahrt nach Katikati bei Tauranga
6.2.: Weiterfahrt bis nach
Paraparaumu, 45 Min vor Wellington
7.2.: Überfahrt mit der Fähre von Welltington nach Picton
8.2.: Fahrt nach Hopewell/Marborough Sound
9.2.: Hopewell/Marborough Sound
10.2.: Weiterfahrt zur Golden Bay nach Takaka
11.2.: Tageswanderung im Abel Tasman National Park
12.2.: Weiterfahrt nach Punakaiki an der Westküste
13.2.: Wanderung des Pororari River Loop und Besichtigung der Pancake Rocks
14.2.: Weiterfahrt zum Franz Josef/Fox Gletscher, Hubschrauberrundflug über die Gletscher
15.2.: Wanderung zum Alex Knob, Aussicht auf Franz Josef Gletscher
16.2.: Besichtigung Franz Josef und Fox Gletscher und Wanderung am Lake Matheson
Wie schon von vielen Freunden angekündigt, erleben wir die Südinsel als pure Natur oder Naturwunder und als einen wunderschönen Reiseort. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei und man kann diese Insel in jeglicher Form (Camper, Bus, Auto als Gruppe oder Alleinstehende Frau) bereisen. Es gibt so viel zu sehen und zu unternehmen, dass man Schwierigkeiten hat zu entscheiden, was man aufgrund der gegebenen Zeit sehen möchte und was man auslassen muss.
Leicht kann man hier 3-6 Monate mit Reisen verbringen. Das Freizeitangebot und die sportlichen Aktivitäten sind enorm, von Wanderungen, über Kajaktouren, Wildwasserrafting, über Bungy Jumping, Schifffahrten und vieles mehr!
Wir reisen per Auto und übernachten in den Backpacker Accommodations (BBH). Diese sind im Vergleich zu Hotels und Motels preiswert und haben eine Bewertung in Prozenten. Alles über 80 Prozent ist nach unserem Geschmack und man hat die Möglichkeit selbst zu kochen.
In Hopewell befindet sich das mit am höchsten bewertete Backpacker Hostel. Dort fühlt man sich wie in einem guten Hotel. Wir verbringen deswegen 2 Nächte und genießen bei Vollmond ein Bad im Whirlpool, gehen tagsüber Kajak fahren, wandern und schwimmen.
Von dort fahren wir weiter über Nelson, einer sehr schönen Stadt und Mittelpunkt von Neuseeland, zum Abel Tasman National Park. Der dortige Abel Tasman Coast Track ist eine paradiesische Küstenwanderung entlang der schönsten Strände Neuseelands.
Es ist einer der populärsten Wanderwege Neuseelands, kein anderer Küstenwanderweg reiht solch herrliche, türkisgrüne Lagunen und goldfarbene Sandbuchten wie Perlen aneinander. An den südseeähnlichen, mit bizarren Granitfelsen geschmückten Sandstränden brechen sich die kristallklaren Wellen. Wir haben sonniges Wetter und beschließen den Weg vom Totaranui bis zum Separation Point zu wandern. Am Separation Point liegen die Seelöwen faul auf den Steinen und bieten sich als gute Fotomodelle an. Diese Wanderung können wir nur wärmstens weiterempfehlen!
Bei starkem Regenfall fahren wir weiter zur Westküste. Alle „Lookouts“ und Sehenswürdigkeiten lassen wir an diesem Tag ausfallen. Aber wir erahnen, dass die Fahrtstrecke bei schönem Wetter sehr sehenswert ist. In Punakaiki haben wir uns nicht nur die berühmten Pancakes Rocks angesehen, die man vor allem bei guten Wetter und Flut auf keinen Fall verpassen sollte, sondern sind auch den Pororari River Loop gewandert.
Ein ca. 3-stündiger Dschungeltrip mit Flussdurchquerung. Riesige Ratanbäume überragen das grüne Urwaldblätterdach des Pororari Canyon, der von glasklaren Flüssen, senkrechten Kalksteinwänden und bizarren Gesteinsformationen durchzogen ist.
Zwei Übernachtungen und schon geht es wieder weiter Richtung Franz Josef und Fox Gletscher! In Greymouth machen wir einen Einkaufstop und fahren an der Küste entlang Richtung Süden. Ein letzter Kaffeestopp vor der Ankunft entwickelt sich zu einem wunderschönen Erlebnis.
Es ist Samstag der 14. Feb. und somit Valentinstag. Wo wir beim Abbiegen in eine Flucht ein kleines Cafe wie per Schild angekündigt erwarten, treffen wir jedoch auf einen Hubschrauberlandeplatz. Kein Kaffee weit und breit, stattdessen kommt ein Mann auf uns zu und bietet uns einen Hubschrauberrundflug über die Gletscher sowie Mount Tasman und Cook an.
Wir haben strahlend blauer Himmel und Sonnenschein und bekommen einen guten Rabatt. Schon vorher hatten wir uns über die Hubschrauberrundflüge erkundigt, aber eigentlich davon abgesehen. Aber manchmal muss man im Leben spontan sein und keine halbe Stunde später fliegen wir über den Franz Josef Gletscher! Es war ein wunderschönes Erlebnis, das wir im Nachhinein nicht missen möchten.
Wir bleiben in der Gegend von Franz Josef und Fox Gletscher 3 Nächte. Wir wandern den sogenannten Alex Knob, angeblich ein märchenhafter Aufstieg zum Keagipfel mit Gletschersicht.Wir haben die Wanderung nach 2 Stunden und dem ersten Aussichtpunk t auf den Franz Josef Gletscher abgebrochen. Wolken und Nieselregen nahmen uns die Freude, stattdessen genossen wir lieber einen Capuccino.
Sehenswerter fanden wir die beiden Wanderungen zu den Gletscher-Endmoränen. Zudem genossen wir den eindrucksvollen Spaziergang um den berühmtesten See Neuseelands „Lake Matheson“.
Tatsächlich ist das berühmte Panorama des Lake Matheson eines der meistfotografierten Kalender- und Postkartenbilder Neuseelands. Ein gut ausgebauter Weg führt uns entlang des bewaldeten Seeufers, und im verträumten Ecken finden wir einige Bänke, um das herrliche Panorama zu genießen. Obgleich wir nicht den Mount Cook und Tasman als Spiegelbild sehen konnten, da diese von Wolken verdeckt wurden, hatten wir doch schöne Spiegelbilder bei sonnigen Wetter und ruhigem Wasser. Auch dieses Erlebnis möchten wir nicht missen.
Aber nach zwei Tagen hatten wir nun genug von Gletscherlandschaft, wir fahren weiter Richtung Wanaka. Diese Autofahrt ist sicher eine der schönsten Strecken Neuseelands und wir wünschen allen zukünftigen Besucher ein tolles Wetter bei diesem Reiseabschnitt.Wir haben strahlend blauer Himmel und Sonnenschein, so dass die Natur sich von ihrer schönste Seite zeigen konnte.













