Hier eine Übersicht über den zweiten Teil unserer Reise:
17.2.: Weiterfahrt auf einer der schönsten Strecken Neuseelands nach Wanaka
18.2.: mit einem kurzen Stopp in Queenstown geht es zum
Lake Manapouri
19.2.: Tagesfahrt zum Milford Sound
20.2.: Tanjas Geburtstag und Rückfahrt nach Arrowtown mit Mittagsstop in Queenstown
21.2.: Arrowtown über Lindis Valley, Twizel nach Geraldine
22.2.: Geraldine nach Christchurch
23.2.: Stadtbesichtigung Christchurch
24.2.: Christchurch über den Arthur’s Pass nach Greymouth
25.2.: Greymouth nach Nelson
26.2.: Nelson nach Picton
27.2.: Fähre nach Wellington weiterfahrt nach Taupo
28.2.: Lionel Ritchi Konzert in Napier
01.3.: Rückfahrt nach Opua/Bay of Islands
In Wanaka wären wir gerne einige Tage geblieben, es ist ein kleines gemütliches Urlaubsörtchen, direkt am See gelegen. Unser Zimmer mit Blick auf den See im dortigen BBH war wunderschön und einladende Wanderungen hätten keine Langeweile aufkommen lassen. Wir empfehlen dort ein paar Tage zu verbringen, leider hatten wir aber bereits unseren Trip durchgeplant und unsere Zimmer auf der weiteren Route reserviert gehabt.
Die Fahrt von Wanaka nach Queenstown wurde uns im Reiseführer als Panoramaroute angekündigt, allerdings hatten wir dichten Nebel, sodass wir die Traumaussicht nicht genießen konnten. Es klärte sich in Queenstown auf, wo wir unseren Mittagsstop einlegten.
Queenstown, am tiefen Wakatipu See vor der Kulisse schroffer Zweitausender gelegen, hat eigentlich nur eines im Sinn: Fun und Action!
Bei Backpackers berühmt durch den Film „Herr der Ringe“, der dort in der Umgebung gedreht wurde, weswegen alle es so cool finden, dort eine Reitstunde für teueres Geld in dem Reitstahl zu nehmen, wo die Hauptdarsteller des Films auch Reitstunden hatten. Das Freizeitangebot ist groß: schneller, höher und weiter! Queenstown ist ein lebendiger Ferienort mit einem überschaubaren Einkaufszentrum.
Bernd und ich bummeln durch die Stadt, genießend die schöne Aussicht, lassen die Action für heute aus und ziehen nach 2 Stunden weiter. Wir wollen heute bis zum Manapouri Lake fahren, um von dort aus den Ausflug zum Milford Sound am nächsten Tag zu unternehmen. Die Autofahrten in Neuseeland sind immer wieder ein landschaftlicher Genuss, die Natur und ihre Vielfalt ist die eigentliche Sensation!
Uns wurde schon vorher von anderen Seglern berichtet, dass wir entweder früh morgens an der Fährstation des Milford Sounds sein sollten oder spät nachmittags, um somit der Masse an Bussen mit Backpackers und Reisegruppen zu entgehen. Wir entschlossen uns für die Variante spät nachmittags und genießen erstmal ein Frühstück in Te Anau, den Ausgangspunkt für die 119 Km lange Milford Straße. Es ist die einzige Möglichkeit, auf Rädern zu Neuseelands Naturwunder zu gelangen. Es ist ein grandioser Tagesausflug, allerdings war uns nicht bewusst, dass Rüdesheim am Rhein mit seinem Tourismus eine Lachnummer gegenüber dem Milford Sound ist.
Aber wir vermeiden die Masse an Bussen, fahren unseren eigenen Rhythmus und halten an allen Sehenswürdigkeiten der Strecke an. Wir lernen die bekannten Keas kennen, die weltweit einzigen Hochgebirgspapageien sind, und gerne an Autos knappern. Wir passieren den Homer Tunnel, der 1.200 Mter lang ist, und schlängeln uns den Berghang hinunter zur Fährstation. Dort nehmen wir die letzte an diesem Tag stattfindende Tour mit einem der kleinen Boote, um die Fahrt genießen zu können.
Leider regnet es nicht, so dass wir nicht die vielen Wasserfällen, die dann von allen Berghängen sich ergießen sollen, sehen. Aber wir entdecken den 16 Km langen Fjord mit seinem berühmten Mitre Peak, einem pyramidenartigen Berg mit einer Höhe von 1.692 m. Wir sehen den Bowen Fall, einem 162 m fallenden Wasserfall und dürfen den Seelöwen beim Schlafen zu sehen. Ein Kreuzfahrtschiff ist auch vor Ort, eines der Princess Schiffe, die wir schon oft auf unsere Reise gesehen haben. Rundum erleben wir einen unvergesslichen Tag, der letzte in meinem 33. Lebensjahr.
20. Februar, mein Lieblingstag in jedem Jahr! Es ist mein Geburtstag und für Bernd immer der stressigste Tag im Jahr. Mein Geburtstag ist mir heilig und somit sind meine Ansprüche immer wieder hoch. Ich freue mich auf meine Geschenke, die zahlreich aus Deutschland mitgeschickt wurden. Schon nachts rufen meine besten Freundinnen an um mir zu gratulieren. Bernd bereitet mir ein wunderbares Frühstück und schenkt mir die Konzertkarte für das Lionel Ritchi Konzert.
Wir fahren zurück über Queenstown nach Arrowtown, ein wieder aufgebautes Goldgräberstädtchen. Das Wetter ist trübe und regnerisch, weswegen wir nach dem Mittagsessen in Queenstown ein schönes Cafe in Arrowtown für Geburtstagscafe aufsuchen. Wir entdecken das französische Restaurant Bonjour, mit den deutschen Besitzern aus Köln.
Sie sind vor mehren Jahren nach Neuseeland ausgewandert und haben sich hier eine neue Existenz geschaffen. Crepe essen wir zu unserem Cafe und reservieren für Abend einen Tisch um Käsefondue zu genießen. Viel zu schnell war mal wieder mein Geburtstag zu Ende, abends telefoniere ich noch mit vielen deutschen Freunde, die mich auch in der Ferne nicht vergessen haben. DANKE!
Das trübe Wetter sollte auch am nächsten Tag anhalten und somit erahnen wir die Schönheit dieser Route, die uns über Twizel zum Lake Tekapo führt. Dort sind die Seen mit türkisblauen Wasser eine Augenweite, es ist das Schmelzwasser von Gletscher des Mount Cook. Wir werden nie die schönen Fotos wie sie auf Postkarten zu sehen sind, liefern können, aber wir wissen, dass wir diese Stecke nochmals fahren werden, sollten wir eines Tages hierher zurückkommen.
Abends bleiben wir im BBH in Geraldine, eine Unterkunft, in der wir uns nicht wohlfühlen. Im örtlichen Kino wird der Film Australia gezeigt, ein Weg aus dem Hotel zu kommen, aber Bernd ist alles andere als begeistert. Früh morgens reisen wir ab und nehmen unseren Weg nach Christchurch.
Christchurch wird zu unserer Lieblingsstadt in Neuseeland. Wir haben allerdings auch das Glück, dass wir traumhaftes Wetter vorfinden, eine tolle Unterkunft haben und unsere Freunde von der Nuku’alofa wiedersehen. Wir unternehmen eine ausführliche Stadtbesichtigung, gehen Shoppen und genießen das Sonntagskonzert im Park. Viel zu kurz sind die 2 Tage dort, aber wir müssen weiter.
Über den Arthur Pass geht es zurück auf die Westseite der Südinsel. Wieder mal eine abwechselungsreiche Natur beschwert uns einen unvergesslichen Tag. Mit dem Fahrrad entdecken wir abends das Örtchen Greymouth. Am nächsten Tag geht es zurück nach Nelson.
Von Nelson aus fahren wir nach Picton mit einem Stopp an der Pelorus Bridge, die wir bei unserer ersten Tour aufgrund des schlechten Wetters ausgelassen haben. Heute gehen wir über die längste Hängebrücke Neuseelands!
Da einige Weltumsegler zur zeit durch Neuseeland reisen, da sie alle die Zyklonsaison abwarten müssen, ist es nicht verwunderlich, dass wir öfters auf bekannte Gesichter stoßen und erfahren, wer alles vor und hinter uns auf der Strecke unterwegs ist. Es ist doch immer wieder ein Kleingartenverein, der die gleiche Route nimmt.
Manchmal trennen uns 1000 Seemeilen, aber einige Wochen später sind wir alle wieder zusammen. Somit trafen wir dann auch am Ende unserer Rundreise auf die Tuulivei und nehmen am nächsten Tag zusammen mit ihnen die Fähre zurück auf die Nordinsel.
Unser Lionel Ritchi Konzert, auf das wir uns so sehr gefreut haben, fällt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser! Es regnet den gesamten Samstag in Napir, so dass in allen Kaufhäusern sämtliche Schirme, Regenjacken, Planen und Decken ausverkauft sind. Auf dem Open Air Gelände herrscht trotz des schlechten Wetters Trubel. Allerdings kommt eine stunde vor Konzertstart die Durchsage, dass aufgrund des Wetters das Konzert abgesagt werden muss. Die Unfallgefahr ist zu groß. SCHADE!
Sonntags geht es dann zurück nach Hause auf die UPPS. Die Südinsel war wirklich eine Reise wert und eine schöne Abwechselung zu unserem täglichen Seglerleben.













