Liebe Besucher dieser Seite,
manchmal ändern sich die Dinge sehr viel schneller als geplant.
So ging es uns bei unserem Besuch in Deutschland Ende 2009. Nach diesem Besuch wollten wir eigentlich eine weitere Saison im westlichen Pazifik verbringen und das Korallenmeer, die Salomonen und das nördl. Vanuatu erkunden.
Aber während des Besuches bekam ich ( Bernd ) ein interessantes berufliches Angebot, so dass wir uns nach kurzem Überlegen entschlossen haben, unsere Reise abzubrechen und nach Deutschland zurückzukehren. Wir hatten ohnehin vor, diesen Schritt zu tun, aber so plötzlich ?
Im Rückblick hatten wir 5 wunderbare Jahre, die mit Herausforderungen und Abenteuern gefüllt waren. Es war eine einmalige Zeit. Am meisten werden wir die vielen Begegnungen mit liebenswerten Menschen vermissen. Wir konnten viel von Ihnen in Themen wie Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Gastfreundschaft lernen.
Neben diesen unzähligen positiven Begegnungen gab es nur eine negative auf der ganzen Reise; der Angriff des Fischerbootes vor Trinidad. Eine bemerkenswerte Bilanz.
20.5.2011:
Eigentlich sollte ich ( Bernd ) in 2011 für einen Kunden in Berlin ein großes IT-Projekt managen. Der Kunde musste aber internen Gründen alle Projekte canceln; so auch meines.
Ich hatte mich deshalb entschlossen nach Australien zu fliegen und nach dem Schiff zu schauen. Äußerlich war alles bestens - trotz der massiven Regenfälle in Queensland.
Allerdings gingen die Tests der Batterien und des linken Motors in die Hose. Um es kurz zu machen: Ich habe mich entschlossen, beide Maschinen zu wechseln und den Maschinenraum neu zu gestalten. Dieser war eh immer ein Ärgernis und durch die alten Motoren nie "normal" - also öl und wasserfrei.
Es wurden zwei Yanmar-Turbo-Diesel a 75 PS eingebaut, der Maschinenraum völlig überholt und ein mobiler Stromgenerator mit 5 KW auf Kaltauspuff umgerüstet und eingebaut. Die Tests waren alle erfolgreich. Dann wurde noch die Elektrik der Batterien, Anlasser und Lichtmaschinen neu gestaltet.
Parallel wurde die über Jahre angesammelte Liste mit Verbesserungen, Wünschen und Ideen abgearbeitet. So die Umstellung der Kühlung der Gefrierbox auf Süßwasser,
der Watermaker, Batteriemanagement, etc. (
und
).
Unserer AIS - Transponder wurde z.B. mit Hilfe eines Splitters an die Antenne in der Mastspitze angeschlossen. Das Ergebnis war umwerfend. Ich konnte plötzlich Schiffe in 200km Entfernung auf dem Schirm sehen. Als nächstes habe ich das AIS mit dem Internet gekoppelt, so dass man manchmal die aktuelle Schiffsposition live von zu Hause mitverfolgen kann.
Mittlerweile sind die Arbeiten (fast) abgeschlossen und Upps steht wieder im Long Term Storage in Bundaberg, da ich nach so langer Zeit auf einem einsamen Parkplatz wieder nach Deutschland zurück wollte.
22.9.2011:
Da die Upps bei zu langem Aufenthalt in Australien versteuert werden müßte, werden wir sie ausführen müssen. Das WIE ist noch in Diskussion, aber ich ( Bernd ) werde die Upps zumindest nach Neuseeland überführen. Dazu fliege ich am 5. Oktober nach Australien, am 8. Oktober kommt Upps ins Wasser.
12.10.2011:
Zur Zeit mache ich einen Abstecher zu den Whitsundays (
und
)
, diese Inselgrppe im Great Barrier Riff soll besonders schön sein.
10.11.2011:
Zurück in Bundaberg wurden die erste Inspektion an den Motoren und letzte Verbesserungen durchgeführt. Von Zoll erhalte ich eine Verlängerung des Permits. Ich kann mir die Reise nach Neuseeland sparen und könnte bis zum Start der Malaysia-Rally im Juli 2012 in Australien bleiben. Von hier geht es via Fraser Island nach Brisbane.
3.12.2011:
Von Brisbane, via Southport ging es nach Lord Howe Island (
und
)
, wohin Tanja am 18.12. einflog.
24.12.2011:
Wir haben die Zeit bis Weihnachten auf Lord Howe Island, u.E. einer der schönsten Inseln auf der Welt, (
und
)
verbracht. Am 25. starten wir zu unserer Überfahrt nach Sydney.
28.12.2011:
Nach einer Überfahrt von 3 Tagen kommen wir in Sydney an. Wir wollen unbedingt Sylvester unter der Habour Bridge erleben.
1.1.2012:
Sylvester in Sydney ist schon besonders. So stehen die Menschen bereits morgens um 8 Uhr an, um einen Platz für das Feuerwerk um 24 Uhr zu ergattern. Die ganze Stadt ist im Ausnahmezustand - viele Strassen gesperrt. Wir erleben den Abend mit unseren amerikanischen Freunden von der Destiny und deren Freunden. Beide Feuerwerke ( 21 Uhr für Kinder und 24 Uhr ) erleben wir von Dinghi aus - da haben wir ungestörte Sicht. Es wird jeweils das gleiche Feuerwerk synchronisiert an 7 Stellen in der Stadt abgeschossen, wir wählen natürlich des Feuerwerk an der Oper und der Harbour Bridge. Einen Eindruck gibt dieses Video.
28.1.2012: Southport
Ich bringe Tanja zum Flughafen - unsere gemeinsame Zeit war wunderschön, aber leider viel zu kurz.
Am 12.1. verlasse ich Sydney nachdem ich mit der Crew der Destiny noch einige Tage in Middle Harbour & Manly verbracht habe. In Tagesetappen hangele ich mich die Küste nach Norden. Allerdings ist fast die gesamte Zeit schlechtes Wetter, so dass ich kaum etwas unternehmen kann und mich im Boot aufhalten muss. Auch die letzten Tage in Yamba hat es nur gestürmt und geschüttet. Australien soll unter Wasserknappheit leiden - so ganz kann ich das nicht verstehn.
Am 28.1. erreiche ich Southport. Die innenliegenden Flüsse, Känale und Inseln geben einen perfekten Schutz. Ich werde Upps hier vor Anker legen und zunächst erst mal am 16.2. nach Hause fliegen.
17.2.2012: Frankfurt
Nach 4 sehr angenehmen Flügen( hatte jeweils eine ganze Sitzreihe für mich :-) ) lande ich pünklich in Frankfurt.
Alles Gute
Bernd
SY-UPPS
P.S.:
Den Reisenden
wünschen wir alles Gute auf Ihrem Weg und GENIEßT
die Euch geschenkte Zeit - sie ist einmalig.
Den Träumenden wünschen wir: STARTET - es ist ein
lohnendes und einmaliges Unternehmen.












